Air 04 Payerne
02.09.2004 - 06.09.2004
Im September 2004 wurden mit 186 Flugzeugen in der Luft und über 275'000 Zuschauern der 90. Geburtstag der Schweizer Luftwaffe, das 40-jährige Jubiläum der Patrouille Suisse sowie das 15-jährige Jubiläum des PC-7 TEAM gefeiert. Die Air 04 war 2004 die grösste Flugshow auf dem europäischen Kontinent und eine der grössten Airshows der Schweiz.
Am Himmel über Payerne dominierten die Jets
Das Airshow-Programm war stark von den Jet-Vorführungen und den Display Teams geprägt. Zu den Gratulanten gehörten namhafte Teams wie die Red Arrows, die Frecce Tricolori, die Patrulla Aguila oder das schwedische Team 60. Das neu gegründete Breitling Jet Team war mit seinen L-39 Albatrosse ebenfalls in Payerne präsent. Aber auch die Vorführungen der Jets konnten sich sehen lassen. So gab es eine seltene Vorführung einer finnischen F/A-18 Hornet oder eine lautstarke Darbietung einer US F-15 Eagle vom West Coast Demo Display. Der künftige Tiger-Teilersatz (TTE) zeichnete sich ebenfalls bereits ab. So waren nebst den Vorführungen eines Eurofighters, eines JAS-39 Gripen und einer Rafale auch eine F/A-18 F Super Hornet im Flying-Display vertreten. Dies war sogleich ein Höhepunkt des Wochenendes. Denn die zwei Maschinen (inklusive einer Spare-Maschine) trugen die Markings der berühmten Jolly Rogers der US Navy und wurden direkt ab Werk in die Schweiz überflogen! Es ist geplant, dass der F-5 Tiger in der Schweizer Luftwaffe 2010 ausgemustert wird. Während der Gripen von der schwedischen Luftwaffe präsentiert worden ist, wurden die Displays der Super Hornet, der Rafale und des Eurofighters von Testpiloten der jeweiligen Hersteller vorgeflogen. Mit der Präsentation der möglichen Nachfolger für den Tiger wurde die Beschaffung lanciert. Insgesamt gab es an dem Wochenende zwölf verschiedene Jet-Displays in der Luft zu bestaunen. Dazu gehöhrten auch ein britischer Harrier, die F-16s aus Belgien und Holland sowie die Présentation Alpha der Mirage 2000 aus Frankreich. Etwas leiser war der "Mäusetöter", die belgische Fouga Magister.
Premieren und Highlights
Zusammen mit einem KC-135FR Stratotanker der Armée de l’air demonstrierten eine Schweizer Hornet und eine französische Mirage eine Luftbetankung. Mit der Demo des Air-to-Air Refuelling wurde die gute interoperable Zusammenarbeit mit Frankreich unterstrichen. Pilatus präsentierte das erste Mal die beiden PC-21 Prototypen (HB-HZA und HB-HZB) gemeinsam an einer Airshow. Der zweite Prototyp hatte erst am 7. Juni zuvor seinen Jungfernflug. Mit der Super Constellation "Star Of Switzerland" gab es gleich eine weitere Premiere für Payerne. Denn die Connie traf erst im Mai 2004 in der Schweiz ein. Auch am Boden standen etliche Highlights. Etwa eine Mirage IV der französischen Luftwaffe oder ein J 35Ö Draken vom Österreichischen Bundesheer. Beide Maschinen stehen vor ihrer Ausmusterung. Die F-4 Phantom aus Griechenland hatte wohl den weitesten Anflug. Den spektakulärsten Start legte die Mirage 2000 der Franzosen beim Fly-Out am Montag hin. Unvergleichlich wie die Vorführung selbst hat der Pilot beim Start eine Brandnarbe im Gras hinterlassen. Diese wird man noch bis tief in den Herbst hinein sehen können.
Die Patrouille des Patrouilles
Das Flugprogramm wurde jeweils durch vier Hunter und einem Venom eröffnet. Die Hunter fliegen erst wieder seit einigen Jahren zivil registriert in der Schweiz. An der Air 94 in Buochs wurde die Hunter-Flotte vor zehn Jahren feierlich verabschiedet und Ende 1994 ausgemustert. Die gezeigten Hunter gehören heute dem Hunterverein Obersimmental (Papyrus Hunter), dem Fliegermuseum Altenrhein, den Amici dell'Hunter sowie dem Espace Passion bzw. Clin d'Ailes Payerne. Die Schweizer Luftwaffe hat mit ihren Vorführteams das grossartige Programm ergänzt. Hptm Michael "Elvis" Reiner amtet seit diesem Jahr als Display Pilot der Hornet. Er hat den neuen Superjet auf faszinierende Weise präsentiert. Die beiden Geburtstagskinder, die Patrouille Suisse und das PC-7 TEAM, konnten das Publikum ebenfalls begeistern und für sich gewinnen.
Als Abschluss und Höhepunkt der Show am Samstagnachmittag starteten nochmals sämtliche Display Teams und flogen gemeinsam die "Patrouille des Patrouilles" mit insgesamt 40 Flugzeugen. Organisiert und angeführt hat die Formation Hptm Daniel "Stampa" Stämpfli, Leader der Patrouille Suisse. Damit die Formation mit 40 Flugzeugen aufgeht, war die PS mit sieben Maschinen und die Frecce Tricolori mit elf Maschinen an der Formation beteiligt. Eine Kunstflugstaffel könnte ihren Geburtstag kaum eindrucksvoller feiern, als es die Patrouille Suisse zusammen mit den befreundeten Staffeln machte. Die Veranstaltung war eine würdige Geburtstagsfeier für die Schweizer Luftwaffe.
Jet-Displays
Display-Teams
Fly-In
Fly-Out


























































































































































































