Air 14 Payerne
28.08.2014 - 08.09.2014
Mit der Air 14 in Payerne feierte die Schweiz Ende August und Anfangs September 2014 an zwei Wochenenden 25 Jahre PC-7 TEAM, 50 Jahre Patrouille Suisse und 100 Jahre Schweizer Luftwaffe. Es war die wohl grösste Airshow 2014 in Europa. Und bis dato die grösste Schweizer Airshow, die je stattgefunden hat.
An den beiden Wochenenden fanden in Payerne insgesamt 184 Vorführungen von Jets, Helis, Kunstflugteams, Warbirds und anderen Flugzeugen statt. Zwischen den offiziellen Wochenenden wurden jeweils kleinere Rahmenprogramme in der Luft und am Boden geboten. Es würde den Rahmen sprengen, auf sämtliche Programmpunkte näher einzugehen. Vor allem die Schweizer Luftwaffe vermochte zu überzeugen durch ihr Programm mit ehemaligen und den aktuellen Flugzeugen in diversen Formationen.
Geschichte - Hommage - Innovation
In diversen Formationen wurde an die 100 Jahre der Schweizer Luftwaffe gedacht. "Was heute ist, wird morgen nicht mehr sein" war denn auch das Motto für einen eigenen Showblock. Die F/A-18 Hornet J-5014 trug die Farben eines Schweizer Flugzeuges während dem 2. Weltkrieg. Für einen besseren Sichtschutz wurden die Flugzeuge der Schweiz ab 1944 mit Neutralitätsstreifen bemalt. An der Air 14 flog die J-5014 in verschiedenen Formationen mit der Morane HB-RCF und der P-51 Mustang D-FPSI in diesen Streifen und gedachte so an die damalige Zeit. Dazu hat die P-51 Mustang "Lucky Lady" die falsche Kennung J-901 sowie die Bemalung einer Schweizer Mustang aus den Nachkriegszeiten erhalten. Ebenfalls mit der Morane und der Boeing B-17G Flying Fortress G-BEDF wurde ein historisches Ereignis eines Bomberabschusses bei Dübendorf nachgestellt. Einmalig war zudem die gemeinsame Formation der J-5014 zusammen mit einem Cougar und dem anschliessenden Ausstoss von Flares.
Ehemalige Flugzeuge der Fliegertruppen flogen gemeinsame Formationen mit aktuellen Flugzeugen der Luftwaffe. Speziell zu erwähnen ist sicherlich die Formation Vampire / Hunter / Mirage / Tiger. Oder wie es der Speaker so schön sagte: "Ein Ballett von vier Primadonnen". Das PC-7 TEAM und die Patrouille Suisse flogen gar ein gemeinsames Programm mit 15 Flugzeugen, welches extra für die Air 14 einstudiert wurde. Am zweiten Wochenende zeichneten 24 Tiger diverser Staffeln sowie der Patrouille Suisse eine 100 an den blauen Himmel. Wie es nun genau mit dem Tiger weiter geht, wird wohl die Politik in naher Zukunft zu entscheiden haben. Aktuell ist immer noch die Ausmusterung im Jahre 2016 geplant. Ebenfalls eine exzellente Formation zeigte die SWISS mit einem Airbus A330 zusammen mit der Patrouille Suisse. Dabei haben der majestätisch wirkende Airbus und die sechs Tiger den schnellen und lauten Jet-Displays um ein Haar die Show gestohlen. Mehr Swissness als an der Air 14 geht nicht mehr!
Jets von den Vereinigten Arabischen Emiraten bis nach Kanada
Nebst den Vorführungen und Formationen der Schweizer Luftwaffe gehörten auch die ausländischen Kunstflugteams zu den vielen Highlights. So waren die Red Arrows aus England, die Frecce Tricolori aus Italien, die Patrouille de France aus Frankreich, die Midnight Hawks aus Finnland, die Patrulla Aguila aus Spanien, die Krila Oluje (Flügel des Sturms) aus Kroatien, die Al Fursan (Die Ritter) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und das Breitling Jet Team an der Veranstaltung vertreten.
Jet Displays aus halb Europa flogen unüberhörbar herausragende Vorführungen am Himmel über der Broye Ebene. Seit der Air 94 in Buochs besuchte mit dem polnischen Display Team wieder eine Sukhoi Su-22 die Schweiz. Vor 20 Jahren stand bereits eine slowakische Su-22 in Buochs am Boden. Für die polnische MiG-29 Vorführung war Payerne wohl Schweizer Prämiere. Das Ramex Delta Team auf ihren Mirage 2000N bot eine dynamische Vorführung mit viel Nachbrenner. Aus Holland, Belgien und Griechenland flogen insgesamt drei F-16 Displays in Payerne. Der englische Eurofighter, der schwedische Gripen und der französische Rafale rundeten die Jet-Vorführungen ab. Zwei F/A-18 Hornets aus Kanada sowie ein Eurofighter aus Österreich standen am ersten Wochenende in der Static Ausstellung. Am zweiten Wochenende waren auch zwei amerikanische F-15 Eagle und eine MiG-29 aus der Slowakei am Boden zu bestaunen.
Eindrückliche Warbirds und Helikopter
Dass es auch etwas leiser geht, zeigten die Vorführungen der Warbirds, Oldtimer und Helikopter eindrücklich. Mikael Carlson präsentierte eine Blériot XI und veranschaulichte damit die Anfänge der Schweizer Luftwaffe. Erstmals wurde zudem die frisch restaurierte C-3603 D-FRBI (ex C-547 / HB-RBI) in der Luft gezeigt. Ebenfalls in Payerne war die wieder flugfähig gemachte AT-16 U-323 als HB-RDN zu sehen. Beide Maschinen standen nebeneinander auch im Static und sind sicherlich eine Bereicherung für die Schweizer Oldtimer-Szene. Aus Bremgarten war auch die Supermarine Spitfire D-FEUR zu bewundern. Aus Frankreich kamen die wunderschöne North American P-51 Mustang F-AZXS "Moonbeam McSwine", die Douglas A-1D Skyraider F-AZHK sowie die Hawker Sea Fury F-AZXJ mit ihren eindrücklichen Smokewinders nach Payerne. Red Bull durfte bei dieser einmaligen Airshow ebenfalls nicht fehlen. Aus Salzburg reisten die Lockheed P-38 Lightning N25Y, die B-25 Mitchell N6123C sowie die Vought F4U-4 Corsair OE-EAS an. Nebst den imposanten Vorführungen von Warbirds wurde ebenfalls an die Fans der Helikopter gedacht. So gab es Displays einer tschechischen Mil Mi-24, einer belgischen Agusta A109 oder eines französischen Eurocopter Tiger. Ein S-70 Black Hawk aus Österreich oder ein Mi-171Sh aus Kroatien standen zudem im Static-Display. Dazu gesellten sich unzählige weitere Warbirds, Helikopter und Transportmaschinen. Die mächtige C-121 Super Constellation HB-RSC war erneut ein Blickfang - in der Ausstellung wie auch in der Luft.
Die Air 14 war eine Hommage an 100 Jahre Schweizer Luftwaffe und eine bis ins kleinste Detail geplante Show mit einer top Organisation. Das schöne Spätsommer-Wetter hat das Seine beigetragen. Insgesamt vermochte die Air 14 Payerne 400'000 Zuschauerinnen und Zuschauer an zehn Tagen anzulocken. Die SBB setzte für den Grossanlass 138 Extrazüge ein. Es wurden über 15'000 Fahrräder und über 86'000 Autos an den zwei Wochenenden gezählt. Mit "One Hundred Years" hatte die Veranstaltung gar einen offiziellen Song. Gesungen wurde das Lied vom Hornet Piloten Jason Stucki. Drei Jahre lang hat das OK auf diese Veranstaltung hingearbeitet. Sichtlich gerührt und glücklich war Ian Logan, Direktor der Air 14 und Oberst im Generalstab, nach der Show.
Schweizer Luftwaffe
Jet-Displays
Display Teams
Helis & Warbirds
Fly-In
Fly-Out










































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