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Airshow & Aviatik Storys

50 Jahre Air Zermatt 2018

19.05.2018


Zum 50. Geburtstag der Air Zermatt lud das Helikopter-Unternehmen aus dem Oberwallis zu einem Tag der offenen Tür in Raron ein. In der Luft wie auch am Boden wurde den rund 15'000 Besucherinnen und Besucher ein fantastisches Programm geboten.

Eine neue Bell 429 zum Geburtstag

Lange Schlangen vor der Kasse verdeutlichten das grosse Interesse an den Passagierflügen. Unzählige Heli-Fans aus nah und fern nutzten die Gelegenheit zu einem Rundflug über das Wallis. Zum Programm gehörte auch eine Flugdemonstration der Air Zermatt mit drei Helikoptern, die das breite Einsatzspektrum und die tägliche Arbeit der Crew eindrucksvoll veranschaulichte. Zudem wurden zwei Premieren präsentiert: Erstmals wurde der SH09 von Kopter aus Mollis der Öffentlichkeit vorgestellt. Der ausgestellte Helikopter HB-ZXB hatte seinen Erstflug am 26. Februar 2016 absolviert. Air Zermatt gilt als Erstkundin des leichten Mehrzweckhubschraubers und war als Entwicklungspartnerin massgeblich an dessen Entstehung beteiligt.

Ebenfalls erstmals zu sehen war die Bell 429 HB-ZOZ. Sie war erst in der Woche zuvor ausgeliefert worden und damit ein fabrikneues Modell. Nach mehreren Jahren Betrieb der ersten Bell 429 HB-ZSU entschied sich Air Zermatt bewusst für eine zweite Maschine. CEO Gerold Biner bezeichnet die Bell 429 als einen "kundenentwickelten" Helikopter mit hervorragender Leistung im schwierigen Gelände der Alpen. Der neue Helikopter überzeugt durch seine geräumige Kabine, moderne Avionik, IFR-Fähigkeit und seine hohe Leistungsfähigkeit bei Such- und Rettungseinsätzen im anspruchsvollen Alpenraum. 

Zu den Gratulanten zählten unter anderem die BO-105 von Red Bull sowie das Super Puma Display Team der Schweizer Luftwaffe. Heute besteht die Flotte der Air Zermatt aus fünf Ecureuils, zwei Bell 429, einem EC-130, einem EC-135 und einem Lama (Stand Mai 2018).

Die neue Bell 429 HB-ZOZ der Air ZermattDie neue Bell 429 HB-ZOZ der Air Zermatt


Pioniere der Bergrettung

Die Mitarbeitenden der Air Zermatt gelten als Pioniere der alpinen Bergrettung und haben in den vergangenen 50 Jahren massgeblich zur Entwicklung der Helikopter- und Rettungsfliegerei beigetragen. Mit ihrer Kompetenz, Leidenschaft und langjährigen Erfahrung setzt das Walliser Unternehmen auch heute immer wieder neue Massstäbe. Erst vergangenen Januar hat die Air Zermatt nach den heftigen Schneefällen eine Luftbrücke zwischen Täsch und Zermatt eingerichtet. Dabei wurden mit fünf Helikoptern 6'000 Menschen evakuiert. Mit zwei weiteren Helikoptern wurden 280 Tonnen Material transportiert. Durch diesen Kraftakt konnte das Dorf Zermatt mit den nötigsten Gütern versorgt werden. 

Beat H. Perren, Gründer und heutiger Verwaltungsratspräsident, hat die Geschichte der Air Zermatt in seinem Buch "Pioniere der Bergrettung - 50 Jahre Air Zermatt" festgehalten. Das Buch geht auf die Gründungsjahre des Unternehmens ein. Aber auch die heutige Air Zermatt und ihre vielfältigen Arbeiten und Missionen werden in Text und Bild porträtiert. Die Veröffentlichung ist als Abschluss des Jubiläumsjahres Ende 2018 geplant.



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