WK Flugplatzkommando 13 Meiringen 2026
18.03.2026
Seit mehreren Jahren ist die Dezentralisierung ein wichtiger Bestandteil der neuen Strategie der Schweizer Luftwaffe. Improvisierte Start- und Landebahnen auf Autobahnen, ehemalige Militärflugplätze oder auch die zivilen Landes- oder Regionalflughäfen sollen sicherstellen, dass die Jets weiterhin einsatzbereit sind, selbst wenn ihre Homebase beschädigt wird.
Das Flugplatzkommando 13 aus Meiringen nutzte während seines WKs erneut die Flugplätze St. Stephan und Alpnach als Redundanz-Flugplätze und stellte von ausserhalb der Airbase Meiringen den Flugbetrieb der F/A-18 Hornets sicher. Im letzten Jahr fand eine entsprechende Übung auf dem Flughafen in Bern-Belp statt.
Da derzeit alle Mittel der Luftwaffe auf die drei Militärflugplätze Payerne, Meiringen und Emmen konzentriert sind, werden sie für weitreichende gegnerische Waffensysteme verwundbar. Um dieses Risiko zu minimieren, setzt die Luftwaffe unter anderem auf die Dezentralisierung als passive Luftverteidigungs-Massnahme. Die Dezentralisierung beschreibt die Fähigkeit, die Truppe und das Material innert kürzester Zeit im ganzen Land zu verteilen. Die Luftwaffe muss ihre Mittel bei Bedarf auch von dezentralen und gegebenenfalls temporären Standorten aus einsetzen können.
Die folgenden Bilder zeigen den WK Flugbetrieb in Meiringen sowie die anschliessende Landung zweier Hornets in Alpnach. Nach insgesamt fünf Touch-and-Goes wurden die beiden Maschinen von der Bodenmannschaft in Empfang genommen und rasch wieder startklar gemacht, sodass die Jets die Zentralschweiz innert kürzester Zeit wieder verlassen und sich einer neuen Mission widmen konnten. Der Militärflugplatz Alpnach ist heute das Kompetenzzentrum der Schweizer Armee für Helikopter im Bereich Lufttransport. Die letzten Jets verliessen Alpnach im Jahr 1994. Anschliessend wurde der Flugplatz für den Jet-Betrieb geschlossen. Danach wurde auch die Piste verkürzt.





































